• Kanonesteppel, Textorstraße
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Sachsenhausen: Kanonesteppel

Ursprünglich zierte ein Relief des Flussgottes Moenus und der beiden Kanonesteppel, eine Karikatur zweier Artilleristen, die Alte Brücke. Das Relief ging verloren. Seit über 100 Jahren gibt es aber die Apfelweinwirtschaft „Kanonesteppel“. Und die ist sehr zu empfehlen.

Bedient wird von gestandenen, älteren Damen, die zum Einen sehr auf Zack und zum Anderen auch freundlich sind. – In Frankfurter Apfelweinkneipen, wo Unfreundlichkeit manchmal zum guten Ton gehört, nicht selbstverständlich. Auch wenn es im „Kanonesteppel“ sehr voll ist, muss man meistens nicht lange auf einen Platz warten. Die Bedienung bringt einen noch schnell irgendwo zwischen einer Gruppe Rentnern und Geschäftsleuten mit Krawatte unter.

Im Sommer kann man draussen im Innenhof sitzen. Bei kälteren Temperaturen ist es auch drinnen im schlichten aber trotzdem gemütlichen Gastraum ganz schön.

Es gibt jeden Tag wechselnde Tagesgerichte, die draußen auf der Tafel angeschrieben sind. Eine Preview auf den nächsten Tag gibt’s auf einer Tafel im Innenhof. Ausserdem finden sich natürlich jede Menge Klassiker der frankfurter Küche auf der regulären Karte. Probieren: Das Frankfurter Schnitzel mit grüner Soße, das nach dem bei Mosebach eines der Besten in Frankfurt ist. Sehr beliebt sind auch die Fischgerichte am Freitag.

Neben den üblichen Anlaufstellen wie Wagner oder dem gemalten Haus, ist der Kanonesteppel auf jeden Fall einen Besuch – oder mehrere – wert!

Kanonesteppel
Frankfurt, Textorstraße 20

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